Geschichte & Zeittafel

Lage

Die Ortsgemeinde Homberg liegt im hügeligen Nordpfälzer Bergland inmitten der Natur, umgeben von Wiesen und Wäldern. Das Dorf erstreckt sich in einer hochgelegenen Mulde, die sich nach Osten zum Tal des Grumbachs hin öffnet in etwa 320 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Der in etwa einem Kilometer weit entfernte Schönborner Hof mit großartiger Aussicht über das Pfälzer Bergland liegt fast 400 Meter über NN. Der nahe dem Dorf gelegene Kellertsberg erreicht eine Höhe von 450 Metern.

Gesamtgemarkung seit 1994

Siedlung und Wohnung

Das Dorf liegt an einer durchgehenden Straße Richtung Südwest – Nordost und verdichtet sich im Bereich von zwei Abzweigungen, etwa in der Dorfmitte.  Die eine Abzweigung führt zu einem Feldweg hin, die andere zu dem Nachbardorf Herren-Sulzbach. Die Ortsmitte ist noch weitgehend durch alte Bauernhäuser geprägt. Richtung Ortsrand wurden Neubaugebiete erschlossen, die weitestgehend bebaut sind. Der Friedhof liegt westlichen der Dorfmitte in Richtung Schönborner Hof.

Der Ort ist zu erreichen über die Landesstraße L 373, die von Offenbach aus zur B 270 führt und diese bei Langweiler überquert. Nächste Bundesstraßen sind die B 270 (1,5 km) und die B 420 (4 km). Die nächste Autobahnauffahrt bei Kusel ist etwa 20 km weit entfernt, der Bahnhof Lauterecken etwa 7 km.

Die Größe der Gesamtgemarkung betrug 2015 ca. 1086 ha. Davon entfallen auf:

  • landwirtschaftliche Flächen: ca. 223 ha
  • Waldflächen: ca. 130 ha
  • Erholungsflächen: ca. 3 ha
  • Wasserflächen: ca. 1 ha
  • Zuteilung eines Teils des Truppenübunsplatzes: ca. 700 ha

Wüstungen

Im Bereich der Gemarkung Homberg lag früher das Dorf Käsweiler, genannt 1319 als Kesewilre und um 1500 als Keßwiller. Schon vor 1500 ist der Ort untergegangen. Die Lage lässt sich noch durch die Flur Kesweiler bestimmen. Gelegentlich sollen noch Steine und Teile von Mauerwerk gefunden werden. Wahrscheinlich war dieser Ort wesentlich älter als Homberg selbst. Karsch war der Auffassung, dass er schon in vorgermanischer Zeit bestanden hatte. Es ist jedoch fraglich, ob sich diese  Annahme aufrecht erhalten lässt. Immerhin führt sich das Bestimmungswort „Käs“ auf das galloromanische Wort Cassinus für Eiche zurück, aus dem sich auch das französische Wort für Eiche La Chêne entwickelt hat. In den alemannischen Sprachen ist ein Wort „Käsz“ für Eichenmast nachzuweisen. Orte mit dem Grundwort „-weiler“ können in einem sehr weit gespannten Zeitraum entstanden sein. Die ursprüngliche Bedeutung des Namens müsste einem „Weiler oder Hof an einem Eichenwald“ entsprochen haben. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch um einen jener Orte mit dem Grundwort „-weiler“, die im frühen Mittelalter gegründet wurden. Dann wäre die Bezeichnung „Kes“ für Eiche, ob keltischen oder alemannischen Ursprungs, im frühen Mittelalter in der Gegend noch bekannt gewesen. 

Der Name Homberg

Der Ort wird 1319, 1324 und 1448, als Hoenberg bezeichnet, um 1500 als Hombergk, 1797 als Homrich. Die letzte Namensnennung entspricht auch der heutigen mundartlichen Bezeichnung. Der Name bedeutet „Dorf an dem hohen Berg“. Es handelt sich um eine der relativ späten Siedlungsgründungen aus dem 10. oder 11. Jahrhundert. Der Schönborner Hof wurde bereits 1290 urkundlich erwähnt. Es handelt sich um einen Hof, der bei einem Brunnen entstand. Möglicherweise bezog sich das Bestimmungswort „Schön-“ auf die Lage des Hofes mit seiner schönen Aussicht.


Wappen

Das Wappen  ist diagonal geteilt und zeigt in der oberen Hälfte einen blaubewehrten und -bezungten, roten Löwen auf goldenem Grund, in der unteren Hälfte ein silbernes Jagdhorn und ein silbernes Haus auf schwarzem Grund. Der Löwe weist auf die frühere Zugehörigkeit zur Wild- und Rheingrafschaft hin. Die Grafen besaßen in der wildreichen Gegend um Homberg ein Jagdhaus, worauf die Gestaltung des unteren Wappenteils hinweist. Das Wappen wurde 1964 durch das Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz genehmigt.


Zeittafel

Frühes MAGründung der späteren Wüstung Käsweiler möglicherweise schon im 6. Jahrhundert
10./11. Jhd.Wahrscheinliche Gründung des Ortes Homberg
1258Bei der Teilung der Wild- und Rheingrafschaft kommt das Gebiet, in dem Homberg liegt, an die Grafschaft Dhaun
1290Ersterwähnung des Schönborner Hofes
1319Ersterwähnung von Homberg
1363Verpfändung an Sponheim-Starkenburg
1443Die Bewohner des Dorfes kommen unter die Schutzherrschaft der Grafschaft Veldenz
1477Rückkauf durch die Wild- und Rheingrafen
1556Einführung der Reformation
1677Zerstörung des Ortes durch französische Truppen
1714Stanislaus Lesczinski und dessen Tochter Maria werden auf dem Schönborner Hof durch den Grafen von Grumbach empfangen
1816Homberg gehört zu Sachsen-Coburg
1834Homberg gehört zu Preußen
1859Große Teile des Dorfes fallen einer Brandkatastrophe zum Opfer
1920Homberg gehört zum Landkreis St. Wendel/Baumholder
1937Homberg gehört zum Landkreis Birkenfeld
1969Homberg gehört zum Landkreis Kusel
1972Homberg ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Lauterecken
1994Gemarkung der ehemaligen Gemeinde Ilgesheim wird in die Ortsgemeinde Homberg umgegliedert
2014Homberg ist eine Dorfgemeinde in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein
2019Antrag auf Dorferneuerung

Geschichtliches aus Homberg

Frühgeschichte

Die weitere Umgebung des Ortes war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, allerdings ist das in der Gemarkung von Homberg selbst derzeit nicht durch Funde nachzuweisen, es sei denn durch die Wüstung Kesweiler. 

Mittelalter

Die mittelalterliche Geschichte von Homberg entspricht weitgehend der geschichtlichen Entwicklung der Nachbardörfer Kirrweiler, Deimberg, Buborn, Langweiler und Hausweiler. Wie diese gehörte der Ort bis 1140 zum Nahegau, anschließend bis 1263 zur Grafschaft der Wildgrafen, die aus dem Nahegau hervorgegangen ist. Nach derzeitigem Wissensstand wurde Homberg 1319 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. In ihr stellte ein Schiedsrichter fest, dass der Wildgraf  Friedrich von Kyrburg auf alle angemaßten Rechte an Hoenberg und an einer Reihe weiterer Orte im „Gericht auf der Höhe“ verzichten müsse. Das Gericht auf der Höhe galt als ein Teilgebiet des „Hochgerichts auf der Heide“, das damals grob umrissen Ländereien in einem Dreiecke zwischen Nahe, Glan und Steinalb umfasste. Bei den Auseinandersetzungen, mit denen sich die Urkunde von 1319 befasst, handelte es sich um einen Streit zwischen den beiden wildgräflichen Seitenlinien Kyrburg und Dhaun-Grumbach.

Um 1344 erscheint in einigen Urkunden der Name eines „Friedrich von Hoenberg“. Es handelte sich offensichtlich um einen Adeligen, der aus Homberg stammte. Weitere Einzelheiten sind nicht über diesen Friedrich von Hohenberg bekannt geworden.

Die Dörfer des „Gerichtes auf der Höhe“ und mit ihnen Homberg wurden 1363 durch Johann von Dhaun zunächst an Sponheim – Starkenburg verpfändet, dann 1443 durch den Wild- und Rheingrafen Friedrich an den letzten Grafen in der alten Grafschaft Veldenz, also an Friedrich III. von Veldenz, dessen Tochter Anna den Pfalzgrafen Stephan heiratete. In der entsprechenden Urkunde werden die Bewohner der Orte als die „armen Leute von Grumbach“ bezeichnet. Pfalzgraf Stephan begründete die Pfalzgrafschaft Zweibrücken, die später auch als Herzogtum bezeichnet wurde. Somit lag Homberg vorübergehend in diesem Herzogtum, wurde aber zusammen mit den anderen Orten 1477 von der Wildgrafschaft zurückgekauft. 

Nach der Erwähnung des Schönbornerhofs 1290 vererbte ein Ritter Berthold von Grumbach zusammen mit der Kirche von Herren-Sulzbach den Hof an drei seiner Söhne, die Angehörige des Johanniterordens waren. Der Orden beabsichtigte damals, im nahen Herren-Sulzbach eine Niederlassung zu gründen. Bis zur Fertigstellung der Klostergebäude im Nachbarort blieb der Hof einige Jahre lang Sitz der Propstei und galt auch später als ein Besitz des Ordens.

Neuzeit

Ab 1477 gehörte Homberg bis zur Zeit der Französischen Revolution zu der Herrschaft Grumbach. Den Schönbornerhof wollten die Johanniter 1517 an Jakob von Montfort verkaufen. Dessen Geschlecht stammte von der Ritterburg Montfort bei Bad Kreuznach, die 1456 zerstört wurde. Der Montforter bezog den Hof, konnte aber weder den Kaufpreis von 200 Gulden aufbringen noch einen Zins von jährlich zehn Gulden, der für die Zeit bis zur endgültigen Bezahlung des Hofes vereinbart war. Somit fiel das Gut an den Orden zurück und wurde an zwei Bürger aus Herren-Sulzbach und Kirrweiler verpachtet. Einer von ihnen konnte seine Hälfte des Hofes käuflich erwerben, so dass dieser Besitz fortan zur Hälfte Privatbesitz war und zur anderen Hälfte im Besitz des Ordens. Der Orden verkaufte seinen Anteil 1556 an die Herrschaft in Grumbach, und 1606 konnten die Grumbacher auch den Rest durch Tausch erwerben. Ab 1614 vergaben die Grafen den Hof im Erbbestand. Ein ausführlicher Erbbestandsbrief liegt noch vor im Landeshauptarchiv Koblenz. Der Erbbestand wechselte häufig. 

Homberg hat den Dreißigjährigen Krieg verhältnismäßig gut überstanden, wurde aber im Holländischen Krieg 1677 durch die Truppen des Sonnenkönigs Ludwig XIV. vollständig zerstört.

War der Schönborner Hof im Erbbestand vergeben, so diente er doch den Grafen von Grumbach immer wieder als vorübergehender Aufenthaltsort und Jagdsitz. 1691 ließ Graf Leopold Philipp Wilhelm neben dem Hof ein kleines Jagdschlösschen erbauen. Eine gewisse historische Bedeutung erlangte er, als der abgesetzte polnische König Stanislaus Lesczinski 1714 auf der Asylsuche hier zum ersten Mal auf deutschem Boden fürstlich empfangen und als König gewürdigt wurde. In Lesczinskis Begleitung war seine Tochter Maria, die spätere Gemahlin des französischen Königs Ludwig XV. In fortgeschrittenem Lebensalter soll sich die Königin noch gut an den Empfang erinnert haben. 

1746 war Homberg war ein reiches Bauerndorf, in dem auch der Obstbau gepflegt wurde. Nach einem Gerichtsprotokoll aus diesem Jahr versteigerte der ansonsten zuverlässige Bürgermeister Philipp Mensch an einem warmen Herbsttag das gesamte Gemeindeobst vor der befohlenen Zeit. Die Versteigerung ging flott vonstatten und es wurden gute Preise gezahlt. Um dies zu feiern lud er anschließend alle Steigerer zu einem Umtrunk in die Gastwirtschaft des Dorfes ein, wobei der gesamte Erlös vertrunken wurde und das Geld nach und nach in die Taschen des Wirtes wanderte. Einige Gemeindeleute waren darüber sehr verärgert und brachten die Angelegenheit in Grumbach vor Gericht. Philipp Mensch wurde zu einer Strafe von 1 Unze verurteilt.

Neueste Zeit

Während der Französischen Revolution und der anschließenden Zeit des Kaisers Napoleon gehörte Homberg zur Mairie Grumbach innerhalb des Cantons Grumbach, des Arrondissements Birkenfeld und des Départements de la Sarre (Saar). Die Franzosen erklärten den Schönborner Hof zum Nationalbesitz und ließen ihn bereits 1795 versteigern. Fortan befand er sich in privatem Besitz.

Nach dem Ende der französischen Herrschaft kam Homberg innerhalb des Amtes Grumbach zunächst in dem neu gegründeten Fürstentum Lichtenberg unter die Herrschaft von Sachsen-Coburg, ab 1834 innerhalb des Kreises St. Wendel unter die Herrschaft Preußens.

1859 zerstörte ein Großbrand im Dorf 47 Gebäude. Während sich alle Menschen retten konnten, fiel der Viehbestand zum großen Teil den Flammen zum Opfer.

Weitere Veränderungen ergaben sich nach dem Ersten Weltkrieg, als 1919 ein Großteil des Kreises St. Wendel beim Saarland verblieb. Zunächst entstand ein neuer „Restkreis St. Wendel-Baumholder“ mit Sitz in Baumholder. 1937 wurde dieser Restkreis mit dem bis dahin oldenburgischen Kreis Birkenfeld vereinigt, und es entstand der neue Kreis Birkenfeld im Regierungsbezirk Koblenz des damals noch bestehenden preußischen Staates.

In jedem Dorf gab es kleine Geschäfte, meistens mit dem Schild „Kolonialwaren“ versehen. Hier gab es alles zu kaufen was man brauchte aber von keinem anderen aus dem Ort bekommen konnte.
In Homberg war dies der Kolonialwarenladen der Familie Risch im Oberdorf (ca. 1925).

Nach dem 2. Weltkrieg lag der Ort zunächst im Regierungsbezirk Koblenz des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform von 1968 wurde das Amt Grumbach aufgelöst. Homburg kam 1972 zur neu gegründeten Verbandsgemeinde Lauterecken, gleichzeitig vom Regierungsbezirk Koblenz in den neu gegründeten Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz.

Das Dorf blieb bis heute ländlich strukturiert. Der Großteil der Bevölkerung arbeitete früher hauptsächlich in der Landwirtschaft. Neben den Bauern gab es auch Land- und Waldarbeiter und wenige Handwerker. Weitere Möglichkeiten zur Berufsausübung bestanden kaum. Auch heute noch wird die Gemarkung landwirtschaftlich genutzt. Indem sie nur noch wenige Menschen beschäftigt, ist ein großer Teil der Erwerbstätigen gezwungen, auswärts dem Beruf nachzugehen. Bereits 1955 mussten von 56 Berufstätigen 46 außerhalb des Ortes arbeiten. 

1958 gab es in Homberg noch:

  • 18 Pferde
  • 337 Kühe
  • 217 Schweine
  • 7 Bienenvölker
Blick auf Homberg, 1963
Dorfmitte, ca. 1952


Eine Gemeinde braucht Raum zum wachsen, um den jungen Leuten die Möglichkeit zu geben, sich ein Heim zu schaffen. Deshalb wurde Anfang der 80er Jahre entlang der L373 aus Richtung Kirrweiler kommend ein unbeplantes Neubaugebiet erschlossen. Junge Bürger der Gemeinde wanderten daraufhin nicht aus sondern errichteten hier für ihre Familien einen Neubau.

Das Neubaugebiet „Die Hofstücker“ wurde 2005 im Oberdorf erschlossen und ist bis auf einen Platz vollständig bebaut.

Das Engagement der Bürger in Homberg zur Verschönerung und Entwicklung des Ortes und zur Erhöhung der Lebensqualität im Ort selbst ist sehr hoch. Dies bewies beispielhaft und eindrucksvoll die Errichtung der Pitzburg in den 1990er Jahren. Der Bau dieser Einrichtung hätte ohne die Eigenleistung der Bürger nicht durchgeführt werden können und wäre heute ohne die Vereine nicht zu betreiben.

Religiöse Verhältnisse

Im Bereich des Gerichts auf der Höhe bestand wahrscheinlich im frühen Mittelalter ein Kirchspiel, dessen Mittelpunkt eine Kirche im Bereich von Kirrweiler war und zu dem auch Homberg gehörte. Späterer Mittelpunkt des Kirchspiels innerhalb der Diözese Mainz war das Dorf Herren-Sulzbach mit seiner Kirche. Mit der Einführung der Reformation im Wild- und Rheingräflichen Haus Grumbach wurde 1556 die evangelische Pfarrei Herren-Sulzbach gegründet. Zu ihr gehörte von Anfang an bis heute auch das Dorf Homberg. Bis zum Dreißigjährigen Krieg waren alle Bewohner evangelisch. Später wurden auch andere Konfessionen geduldet, gewannen aber keine besondere Bedeutung. Bis heute ist der überwiegende Teil der Bevölkerung evangelischer Konfession.

Bewohner

Folgende Einwohnerzahlen (seit 1815)

181518601900192519582008
141209259284277219

Schulen

Wie in den übrigen Dörfern des Amtes Grumbach entstanden auch in Homberg im ausgehenden 16. Jahrhundert als Auswirkung der Reformationsbewegung die Bemühungen, Schulen einzurichten und die Kinder zu unterrichten. Die Menschen sollten in den Stand versetzt werden, sich selbst mit der Bibel auseinander zu setzen. Damit verbesserte sich auch auch der allgemeine Bildungsstand. Der Schulbesuch war anfangs freiwillig. Wahrscheinlich wurde regelmäßiger Unterricht erst in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts eingeführt. Erst 1909 entstand in Homberg ein eigenes Schulhaus mit Lehrerdienstwohnung. Bis dahin besuchten die Schüler den Unterricht in dem Nachbarort Herren-Sulzbach. Die einklassige Dorfschule wurde 1968 aufgelöst. Anschließend kamen die Grundschüler zunächst in die Grundschule Offenbach und die Hauptschüler in die mehrzügige Hauptschule Offenbach – St. Julian. Um 1970 kam es wieder zu Veränderungen. Die Grundschüler wurden in Hoppstädten und Grumbach unterrichtet, die Hauptschüler in der Hauptschule Offenbach. Das Gymnasium Lauterecken startete seinen Schulbetrieb 1969. Das Schulhaus von Homberg ist inzwischen in privatem Besitz.

Möglichkeiten zum Besuch des gewerblichen Unterrichts gab es früher in Offenbach und in Idar-Oberstein. Junge Landwirte konnten die landwirtschaftlichen Schulen in Meisenheim und Baumholder, nach der Regionalreform von 1968 auch in Kusel besuchen.

Über 50 Schüler und ein Lehrer (ca. 1933)
Das Schulhaus heute

1973 wurde die Schule geschlossen

Feste und Brauchtum

Die Kerb von Homberg findet am letzten Wochenende im Juli statt. Altes Brauchtum, wie es in früherer Zeit in allen Dörfern der Glangegend üblich war, wird heute kaum noch gepflegt.

Kerb in Homberg
„De Kerwestrauss“

Wirtschaft und Verkehr

In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg ging die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe stark zurück, doch die landwirtschaftlich nutzbare Fläche blieb weitgehend erhalten. Die fortbestehenden Betriebe vergrößerten sich. Haupterwerbsbetriebe wurden in Nebenerwerbsbetriebe umgewandelt.

Ilgesheim

Ilgesheim ist eine Wüstung auf dem Truppenübungsplatz Baumholder in Rheinland-Pfalz. Das Dorf wurde, nachdem es 1933 noch 227 Einwohner hatte, in den folgenden Jahren aufgegeben.

Ilgesheim war als früherer Teil der Grafschaft Grumbach mehrheitlich protestantisch. Die wenigen katholischen Einwohner waren seit 1889 dem Kirchspiel Offenbach zugeordnet.

Durch das rheinland-pfälzische „Landesgesetz über die Auflösung des Gutsbezirks Baumholder und seine kommunale Neugliederung” vom 2. Nov. 1993 (GVBl, S. 518) wurde die Gemarkung am 1. Januar 1994 in die Ortsgemeinde Homberg umgegliedert. Dadurch vergrößerte sich die Gemarkung von ursprünglich ca. 386 ha auf ca. 1086 ha Gesamtfläche.

Gedenktafel

Literatur:

  • Fabricius Wilhelm: Das Hochgericht auf der Heide – Die Wildgrafschaft zwischen Oberstein, Meisenheim, Lauterecken und Kusel, in: Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst Jg. 24, Trier 1905.
  • Grashof, Karl Theodor und Guischard, Albrecht: Salisso, aus der Geschichte des Kirchspiels Herren-Sulzbach, Köln 2000.
  • Karsch, Otto: Geschichte des Amtes Grumbach, Neuwied 1959.
  • Schneider, Carl: Geschichte des Wild- und Rheingräflichen Hauses, Volkes und Landes auf dem Hundsrücken, Kreuznach 1854.

Weitere Literatur zu Homberg in der Rheinland-Pfälzischen Bibliographie